Wendenschloss 🇩🇪

Berlin

Wir nehmen euch heute mit in den Südosten Berlins nach Wendenschloss. 🌍 Solltet ihr euch fragen, was für ein komischer Name, so seid ihr sicher nicht die Einzigen. Als dieser Ortsteil zu gründen gewünscht, lag er abseits jeglicher Ruten. So musste eine Fährverbindung her. Nun könnte man annehmen, dass der Name von dem einzigen Verkehrsmittel stammt, welches anfänglich hier her fuhr und folglich auch hier wendete. Könnte sein… Doch eher wird vermutet, dass der Name von den Wenden stammt und nicht von dem. Ganz davon abgesehen, können die Wenden auch hier gewendet haben – also von mir aus. Ursprünglich hieß die Gegend allerdings Eichhorn. Zurecht!

Wir starten unsere kleine Wanderung an der Fährstation. Die Gaststätte hier ist geschlossen und nur ersetzt durch einen Eisverkauf.  Bei diesem Wetter ein durchaus angebrachter Tausch. Die überbordende Werbung verheißt so viel hier und doch ist es sehr ruhig.

leider kann man nicht direkt am Wasser weiterspazieren. Die Grundstücke gehen bis ans Wasser.

Doch unten am Möllhausenufer läd eine schöne Wiese. In der Halbsonne breiten wir unsere Decke aus und unser Mitgebrachtes.

Ein paar Meter durch den Wald ist das Strandbad Wendenschloss. Man merkt, dass die Leute raus wollen. Aus der Wohnung und aus dem Lockdown.

Die den Lokal Besuch ermöglichende Teststation hat auch ihr eigenes Flair. Bill Gates hat auch so angefangen, wenn ich mich nicht irre.

Weiter geht es am langen See entlang. Alte Bäume beschatten den Weg. An den Stellen, wo ein Sitzen am Wasser prädestiniert, sitzen Sie und genießen. Nur das Vogelgezwitscher um uns herum, ab und zu ein Start vom nahe gelegenen Flughafen und die anfeuernden Ansagen der Regattastrecke.

Am Schmetterlingshorst – was ein Name, aber wenn man nun mal Schmetterlings-Liebhaber wie der alte Bittner ist – lädt ein Steg zum Sonnenbaden. Klar steht ein Schild da, dass dies auf eigene Gefahr.

Die Ansage des Lokals – Wir beabsichtigen, am 21. Mai wieder einige Tische und Stühle rauszustellen. – Immer noch verrückt die Zeiten und noch verrückter ist, dass wir das schon normal finden. Wir wünschen denen jedenfalls einen guten Start. Hier kann man wirklich genießen.

Ab und zu gibt es auch so etwas wie Strand. Mag sein, dass dieser nur dadurch geschaffen, dass alles Grün niedergetrampelt. Oder auch Schwemmsand, her getragen von den vielen Wellen verursacht durch die unzähligen Boote.

Dieses erinnert mich an meine Pflichten, der bei uns im Blumenkasten brütenden Ente auf unserer Terrasse.

Wir erreichen mit hohen Erwartungen die als Marienlust auf der Karte gegenzeichnete Stelle. Mitten im Wald steht ein Mäuerchen und ein Rest einer Treppe. Was hat den Maria für eine Lust hier?

Klar ist es eine, am Ufer zu sitzen und die Wassertropfen zu zählen, welche vorbeiziehen.

Ursprünglich sah es hier mal so aus. Erstaunlich. Im Hintergrund noch der Müggelturm und die Bismarckwarte. Nichts ist davon mehr da. Das Lokal hatte es sogar in den Ostzeiten gegeben. Doch es  schaffte es nicht ins neue Jahrtausend. Ein Feuer raffte es dahin und bereitete den Grund für die heutigen Bewohner.

Anstelle des alten Müggelturms baute man einen Neuen. Architektonisch nicht sehr anspruchsvoll und auch nur dem genügend, zu was er dienen sollt. Die Leut höher zu bringen. Ein wenig in die Jahre, scheint er auch gekommen.

Wir wollen trotzdem mal sehen wie das Sehen von oben. Ohne einen aktuellen negativen Test ist der Zugang verwehrt. Doch um diesen sicherzustellen beherbergt die ehemalige Gaststätte heute ein Testzentrum. Die Kapazität dessen übersteigt ein Vielfaches dem Andrang. Außer uns waren so um die 8 Leute hier, verteilt auf eine halbe Stunde.

Wir haben bestanden! Nach dem bezahlen eines Obolus von 4€/Per , war der Weg frei. Der Charm des Treppenhauses hielt sich so versteckt, dass ich ihn trotz intensivem Suchens nicht aufspürte.

Weit reicht der Blick und die Greenness in der großen Stadt überwältigt. Wir schauen hier auf den Lauf der Dame Richtung Karolinenhof.

Der Müggelsee und im Vordergrund der kleine Teufelssee.

Kaum zu glauben – das ist Berlin. Doch der Fernsehturm, der Teufelsberg – markante Marker welche nicht lügen. Hiermit endet nun unser kleiner Ausflug.

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