Rundweg Todesangst 🇩🇪

Mosel

Ediger-Eller Calmont-Klettersteig

GG fragt mich » Nach was ist Dir heute?« Ich antworte mit mehr Natur denn Stadt. (🇬🇧 translate article)

Vor der Tür allerdings macht sich das Ende des Sommers bemerkbar. Morgennebel wickelt die Landschaft ein und wird nur sehr zögerlich von der müde gewordenen Sonne aus den letzten Winkeln vertrieben.

Doch noch ist sie mächtig genug uns einen heißen Tag zu bescheren. Schon die kurze Fahrt nach Ediger-Eller reicht aus. Wir stoppen unter der Eisenbahnbrücke, laufen links neben den Gleisen den Berg an. Bei Galgenlay steigen wir in den Bremmer Calmont Klettersteig ein. Dieser quert den steilsten Weinberg Europas vorbei an Todesangst. 🌍

Bis jetzt ist der Weg schon nicht ganz ungefährlich und ein Schild das darauf hinweisen würde auf seine Kinder zu achten wäre nicht gänzlich fehl am Platz, doch alpine Ausbildung braucht’s nicht. Man sollte jedoch keine Scheu davor haben seine Füße auf steil abfallenden Fels zu stellen und sich an einem Drahtseil festzuhalten.Zwischendurch schlängelt man sich durch die Weinstöcke.

Ein kleiner nicht unsteiler Abzweig führt hinauf zur Todesangst. Der Ausblick ist schon schön doch blickte ich hier nicht dem Tod  ins Auge. Wenn Ihr auch die Runde laufen solltet ist der Abstecher auf dem Rückweg wesentlich angenehmer.

Heuer wird auch gerade geerntet, sorry, gelesen. Es riecht zum Teil schon sehr stark. Ich würd mal sagen manchmal schon etwas überreif.

An Stellen des Weges, an denen frau mehr oder weniger am Führungsseil hängt, kommt es zu Unstimmigkeiten wer denn auf dem Weg nach oben und wer auf dem Weg nach unten sei um die Vorfahrt zu bestimmen. Selbst hier scheint ein gegenseitiges arrangieren mit der Situation bestimmt durch sturen Willen recht haben zu müssen. So kommt es zu einem Stau. Glücklicherweise nur einmal auf dem ganzen Weg.

Kurz vor Bremm verlassen wir den Klettersteig Richtung Gipfelkreuz. Oben in der kleinen Strauße wird reichlich Wein mit diesem Blick genossen. Nicht von uns! Wir müssen noch ein Stück zurück.

Zurück nehmen wir den Moselsteig. Dieser verläuft eher friedlich oben auf dem Kamm. Vorbei am römischen Bergheiligtum, was ich weder als wahnsinnig römisch noch heilig erkenne.

Kurz vor unserem Ausgangspunkt verlieren wir die Gemütlichkeit des Weges zwischen den Bäumen. Nicht mehr weit ist’s, doch noch weit runter. Steil geht es über Stock uns Stein.

 

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