Chile – San Pedro de Atacama 🇨🇱 (15)

Valle del Arcoiris

Heute ist nun der Tag, welcher für mich, wie auch für andere 0.2% der Bevölkerung, ein besonderer ist. Viel Stress wollen wir nicht.

Nach dem Frühstück streifen wir ein wenig durch San Pedro. Das ist nicht die Zeit, wo hier viel los ist. Die meisten Geschäfte sind noch geschlossen und an denen welche offen haben sollten, hängt ein Schild »Komme in 30min«

Auf dem Hauptplatz, welcher seinen Namen nach das Zentrum darstellen sollte, es aber mit Nichten tut, fand ich dieses. Kein Problem mit ultravioletter Strahlung. Tja – ich las, dass das hier die Gegend sei, in der die Luft klarer und trockener als überall anders auf der Welt sei. Wir hatten fast immer Wolken. Sternenbeobachtung haben wir deshalb ausfallen lassen. Es waren schon vereinzelt welche zu sehen, allerdings war die bessere Sicht in Bolivien gewesen.

Die kleine Kirche, in dem Baustiel, wie es sich für einen abgelegenen Ort verhält, schläft auch noch.

Wir fahren los. Wobei ich immer noch nicht richtig herausbekommen habe, wie hier die Verkehrszeichen zu interpretieren sind. Die Fußgängerzone befährt keiner, obwohl es nicht dran steht. Sonst sind viele, ja ich würde sagen, zu viele Schilder. Hier wird nicht die gebotene Fahrweise angeschrieben, sondern das, was nicht erlaubt sei. Allenthalben wird bei einem Schild, was ich als links Abbiegen verboten interpretiere, von allen links abgebogen, weil geradeaus so etwas wie eine beschränkte Einbahnstraße ist. Egal, ich fahre einfach hinterher.

Wir biegen ab von der Straße und es geht durch eine Schlucht mit einem Fluss in der Mitte, welche wir des Öfteren zu queren haben. Für unseren Wagen zum Glück kein Problem.

Wir erreichen das ◦Valle del Arcoiris◦.

Bizarre Felsformationen in unterschiedlichen Farben.

 

Das Tal fanden wir viel beeindruckender als das ◦Valle de la Luna◦. Beworben wird es auch viel weniger. Günstiger ist es auch noch und weniger Leute. Also in der Summe – richtig toll! OK – du brauchst halt eine Stunde bis hier her.

Am Nachmittag haben wir uns eingebucht in die ◦Termas de Puritama◦. Ca. 35000CP. Günstig ist das nicht und wir wussten auch nicht, was uns erwartet. Als wir vor dem Tor stehen, gab es ein wenig Verwirrung, warum wir nicht eingelassen werden. Der Nachmittagsbesuch öffnet erst um 14:30. Vom Parkplatz muss man noch zu Fuß ins Tal laufen. Viel ist nicht zu sehen. Nur dieses grüne Band. Kein größeres Gebäude, wo eventuell etwas serviert werden könnte. Nur kleine Hütten zum Umkleiden.

Das Ganze ist sehr naturbelassen. Ein warmer Fluss fließt durchs hohe Gras.

Steine versperren dessen Lauf und stauen das Wasser an zu kleinen Becken, in denen du dich treiben lassen kannst. Draußen, also außerhalb des Wassers, ist es ziemlich frisch. Es gibt so an die 8 Becken.

Manch eine Stauung ist nicht natürlichen Ursprunges. Wir probieren nur drei Becken aus, weil es einfach zu unangenehm ist nass durch die Kälte zu wandeln. Nach 1,5 Stunden sind wir gut durch und machen uns auf den Heimweg.

Die Sonne kommt noch mal zu Abschied heraus.

Zurück in San Pedro de Atacama gehen wir auf den Corso um zu essen. Morgen schon heißt es Abschied nehmen. Vor der Tür spielt einer, welchen wir Jesus tauften, fürchterlich auf einer Flöte. Bei der Performance ist es nicht abwegig, den finanziellen Status, dieser zuzuschreiben. Chile ist schon sehr anders als Bolivien und Peru. Wenn du hier in dieser Stadt kein Geld hast, gibt es keinen Ort, wo du billig etwas bekommst.

Wir gehen relativ früh zu Bett, weil wir morgen um 6 abgeholt werden. Nachts um halb 12 klopft es an unsere Tür. Der Nachtportier erklärt uns, dass der Flug verschoben wurde und wir schon um 5 los müssen. Toll! Jetzt bin ich wach und kann nicht mehr schlafen. ;( Immerhin funktioniert die Organisation. Ich hätte heute nicht mehr in meine Mails geschaut.