Kings Canyon & Tjoritja 🇳🇿

Australien [Northern Territory]

Die Sonne schickt ihren ersten jungfräulichen Strahl, waagerecht das Gras streichend, über den neuen Tag, da stehen wir schon am Fuße des Pfades hinauf auf den Grat. Keiner braucht sich bemühen die lokalen Sonnenauf wie Untergänge rauszusuchen. Ich sag es euch frei heraus. Es ist früh und für Urlaub, sehr früh.
Der Canyon liegt noch im Schatten und ein angenehm kühler Wind umstreicht dich. Oben ist das Plateau sehr verwittert.

Es sieht ein wenig wie alte Bienenkörbe aus. Immer wieder geht der Pfad nahe am Abgrund und Schilder weisen darauf hin, es mit den Selfies nicht zu übertreiben.

Je näher du des Schluchtes Ende erreichst, desto grüner wird unten der Bewuchs.

Noch ist da alles im Schatten. Ein größerer Brocken scheint das Ende zu bilden. Doch dahinter ist die eigentliche Sensation, die da Garten Eden genannt wird. Grundwasser welches gefangen ist in einer wasserführenden Schicht zwischen den Gesteinen, drückt an die Oberfläche und füllt die Schlucht.

Die schattenspendenden steilen Wände schützen vor übermäßigen Sonneneintrag. Das Mikroklima lässt einen üppigen Wald gedeihen.

Hier mitten in Australien, wo ich Wasser nicht vermutete. Erstaunlich.
Gegen 9 haben wir den Weg geschafft. Viel länger hätte es auch nicht dauern sollen. Die Sonne läuft langsam zur Hochform auf.

Mereenie Loop Road
Für das nächste Teilstück brauchen wir einen Road Permit, da es durch Aborigine Land geht.

Für die mehr als 150km muss ich weniger bezahlen als für eine Cola. Es ist das billigste was ich hier bekommen.

Die Straße ist nicht befestigt aber einigermaßen ok. Also ich weiß nicht wie schnell man darf, aber man kann schon ganz schön. Manchmal verhilft die Wellblech genannte Oberfläche den Wagen zu beflügeln. Sprich, er hat kaum noch Bodenkontakt. Um die Kurve darf es hier nicht gehen. Kurz vor dem Grosse Bluff ist die Straße wieder asphaltiert. Ich hatte mich schon so an das Gerumpele gewöhnt. GG meint nur, es sei ihr lieber, weil sie so den entzogenen Schlaf besser nachholen könnt.

Unser nächster Stopp ist Redbank Gorge. Eine sehr unebene Gravelroad führt runter bis an das ausgetrocknete Flussbett. 12 Uhr Mittags. Die Sonne ballert mit voller Kraft.

Wir tappen das Flussbett entlang. Zum Glück werfen einige Bäume etwas Schatten. Überraschend ist das Ende der Schlucht gefüllet mit Wasser.

Der nächste Stop am Namatjira Drive ist Glen Helen Gorge. Eine sehr gemütliche Raststation. Ich versuche mich das erste Mal an einem Stück Camel. Hinter dem Haus auch ein See. Immer mehr erstaunt mich, dass doch so oft zu findende Wasser hier im Zentrum des Nichts, wo ich es überhaupt nicht vermutete.

Wir stehen am Ormiston Gorge und können einfach nicht anders. Badeurlaub im Herzen Australiens. Es ist wunderbar

Die Ochre Pits haben wir erst gar nicht für voll genommen. Tatsächlich sind deren mannigfaltig Farben sehr schön anzusehen.

Auch im Ellery Creek Bighole ein wenig schwimmen.

Kurz vor Alice Springs, der letzte Stopp unserer Tour durch Mittelaustralien, Simsons Gap.

Die Berge rund herum färben sich rot bis violett als wir unsere Heutige Unterkunft •Jump in Alice• erreichen. Wir bekommen ein Zimmerupgrade und stellen fest, ein Rucksack beim Uluru vergessen zu haben. Nettes Personal. Sie lassen uns in ihrer Garage parken, damit wir in Ruhe unsere Klamotten sortieren können.

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