Roberts Creek Provincial Park – Ruby Lake 🇨🇦

Sunshine Coast - Smuggler Cove [British Columbia]

Roberts Creek Provincial Park: Die Geräusche der Nacht verhallen langsam. Die Sonne quält sich mühsam raus. Noch ist es ein wenig verhangen doch schon bald ist selbst das kleinste Wölkchen verschwunden.

In Davis Bay ist der kulturelle Mittelpunkt eine imaginäre Marina. Es nennt sich Pier 17 obwohl unmittelbar hier kein Pier ist. Im Grunde sollte es mir egal sein und in Wirklichkeit ist es mir auch egal.

Hier steht eine italienische Kaffeemaschine welche einen hervorragenden Kaffe verspricht. (Gourmet Girl Cafe And Catering)

Weiter geht es nach Sechelt. Wir schauen mal in der Hauptstraße nach, was denn so ab geht. Lang ist sie nicht und so passiert hier offensichtlich auch nicht viel.

Sehr nett ist das alte Lighthouse am Inlet.

Der nächste Stop ist einer, den man unbedingt machen muss, laut der netten Dame in der Tourist Information. Eine Halbinsel ist geschützt. Der Name Smuggler Cove sagt ja eigentlich schon, wer diesem Ort den Namen gab. Zu Zeiten der Prohibition, sind hier die Schmuggler in dieser versteckten Bucht gelandet, um ihr Schmuggelgut zu vertreiben. Zum Glück für diesen Landstrich ist dieser Berufszweig nicht mehr gefragt und somit diese Bucht zu dem zurück gekommen, was sich schon vorher hier befand. Ein paar Felsen bewachsen mit allerlei Grünzeug und das ständig wechselhafte Meer mit seinem Getier.

Wir fahren den Highway weiter bis zum Ruby Lake. Hier nun ist unser heutiges Quartier. Das eigentliche Resort ( Ruby Lake Resort & La Trattoria Italiana ) hat sicher schon bessere Tage gesehen. Wir haben ein Safari Zelt für den Preis von 100€ die Nacht gebucht. Die Auswahl war nicht ganz freiwillig, denn es war das Letzte, was zu bekommen war.

Die Zelte sind eigentlich ganz nett. Derjenige, der sie erstellt, hat viel Liebe in kleine Details gesteckt. Viel Sachen auf dem Gelände sind aus Holt. Sehr schön bearbeitet. Dicke alte gefallene Baumriesen in neuer Funktion. Doch die Jahre und die Aufmerksamkeit schwanden schon vor einiger Zeit, so scheint es. Heute wird der Verfall marginal gedämmt. Es stehen defekte Getränke-Kühlaggregate in der Gegend herum, die von viel mehr Publikum in der Vergangenheit zeugen. Auch eine in den Wald gebaute Bühne, eine Bar – heute Veranstaltungslos. Nur die anderen Zeltbewohner dümpeln verstreut durch das Riesen Gelände, dass du dich alleine fühlst, wie in der russischen Taiga.Das Resort hat einen eigenen Steg am See nebenan. Wir erkunden erst mal die Temperatur. Dabei treffen wir auf ein Pärchen aus Alberta und verabreden uns zum Abendessen. Tja – wir hatten nicht reserviert und vermuteten, das unsere neuen Bekannten wie alle anderen auch, einen der vierer Tische bekommen würden. Leider falsch. Sie bekommen den einzigen Zweier. Als wir nun versuchten es doch noch irgendwie zu arrangieren, brach die Kellnerin zusammen. Für alle Gäste war es kein Problem. Ich sah auch Keines. Letztendlich hab mich echt nicht mehr getraut, etwas zu der Kellnerin zu sagen, so unfreundlich war sie geworden. Am Ende bekamen wir es doch noch irgendwie hin. Verquatschten uns bis wir die einzigen Gäste im Lokal waren. Mittlerweile war auch die Kellnerin wieder etwas aufgetaut. Überraschend dann die Bezahlung, welche von unseren neuen Bekannten übernommen worden ist. Wir deuteten an, dass wir doch kein Bargeld hätten und so nicht unsere Hälfte der von ihm mit Karte bezahlten Rechnung auslösen können. Sie winkten nur ab mit dem Hinweis das wir doch nur Salat gehabt hätten. Stimmt aber da waren auch noch ein paar Meerestierchen drin! Im Dunkel schlichen wir zusammen lachend zurück. Sorry dafür, dass wir sicher die Ruhe Einiger störten.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*