Waterton NP 🇨🇦 – Saint Mary (9) 🇺🇸


Waterton NP: Wir machen uns sehr früh auf den Weg zum Crypt Lake. Die Hausherrin (Northland Lodge) fand es wohl auch unfair, dass wir für den bezahlten Preis nicht mal das angebotene Frühstück bekommen können. So hat sie sich vermutlich etwas früher an den Herd gestellt und die Muffins gebacken, welche uns rechtzeitig mit dem Auschecken erreichten. Unten am Hafen eine lange Schlange am Ticket Office (Waterton Cruises). Wie sollen wir das nur schaffen? (🇬🇧 translate article)

Glücklicherweise fährt das Schiff (27$) erst eine halbe Stunde später als wir dachten. Die Überfahrt dauert nicht lange. Kaum am jenseitigen Anleger spurten alle los, wie von der Tarantel gestochen. GG natürlich auch. Wie die Lemminge ziehen wir den Berg an. Ehrlich gesagt, macht mir das keinen Spaß so. Auch muss ich keinem was beweisen. Und ich wüsste auch nicht, dass der Erste etwas bekommt, außer den menschenfreien Blick. Das ist auch etwas, was mich oft früh aufstehen lässt.

Nun aber traue ich mich gar nicht zu stoppen und mal ein Foto zu machen. Jedes Mal, auch wenn ich mich noch so beeile, stieben 5 Leute an mir vorbei und ich verliere GG aus den Augen. Nach einer Stunde löst sich die Gruppe so langsam auf. Einige machen schlapp und einige werden eingesehen haben, dass dieser Wettlauf total unnütz. GG ist darüber nicht begeistert, denn sie hat eine Bärenangst und suchte den Schutz der Gruppe. Wir prägen den Begriff Bär- Appetizer, welche immer für Diejenigen gebraucht wird werden, welche vor uns laufen.Ist man raus aus dem Wald bieten sich dir schöne Blicke.

Kurtz vor dem Ende läufst du quer eine Felswand entlang. Sicher nichts für nicht Schwindelfreie. Mir macht das am meisten Spaß. Endlich mal etwas, was dich ein bisschen mehr fordert.

Dann geht es noch durch eine Höhle. Gebückt wie ein Affe, dein Rucksack hinter dir her schleifend, zwängst du dich da durch.

Nun noch kurz an die Abbruchkante des Wasserfalls und dann kommst du zum See. Auf der anderen Seite ragt dieser minimal in die USA. Wenn da noch ein Schild stehen würde, würde ich mich auf den Weg machen. So sitzen wir lieber im Schatten eines Baumes, verspeisen unser Mitgebrachtes, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

Normalerweise fährt ein Schiff um 4 und um halb 6. Das 4 Uhr ist schon ausgebucht und das um halb 6 ist uns zu spät. Heute ist großer Andrang und so haben sie noch zwei kleine extra Boote um halb 4 und um halb 5. wir sind schon um 3 wieder am Anleger. 🌍 GG ist froh Bärenfrei angekommen zu sein und fühlt sich hier sicher. Weit gefehlt. Jemand erzählt das grad ein Bär gesichtet wurde ungefähr 50 Meter von hier.


Wir kaufen noch ein paar notwendige Dinge ein und düsen los. An der Grenze zur USA halte ich nicht lange genug am Stoppschild. 🌍 Dann führen wir auch noch gefährliches Feuerholz mit uns. Das kann ja heiter werden. Ich beschreib es nun nicht näher, denn ich denke jeder kennt die Prozedur. Final können wir doch für 6$ pro Person bis zum 1Nov einreisen.

Die Zeltplätze im Glacier Park sind alle ausgebucht. Wir finden noch einen nahe St Mary. 🌍 Dieser ist nirgends in den Karten verzeichnet und sieht auch auf den ersten Blick nicht so anheimelnd aus. Der erste Schein trügt wie so oft. Was wir sahen, war nur der Parkplatz. Die Camp Sites sind schön und verstreut im Wald. Die Betreiber total nett. Leider gibt es keine Duschen. Nebenan fließt ein kleiner Gebirgsbach. Zum Sonnenuntergang baden wir hier und sitzen am Ufer.

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