Wanaka 🇳🇿

Neuseeland Südinsel


Glentanner: In der Nacht stelle ich nun unmissverständlich fest, ich bin nicht für dieses Wetter ausgerüstet. Mir ist kalt und rundherum ist alles nass. So flüchte ich aus dem Zelt, um um sechs Uhr in der Früh eine ausgiebige warme Dusche zu nehmen.

Wir packen den ganzen Tross zusammen und machen uns auf den Weg. Die Landschaft sieht sehr anders aus. Die schroffen Felsen weichen abgerundeten Hügeln, bewachsen mit Grasbüscheln.

Wir stoppen am Lindis summit Pass. Alle die da halten, klettern einen Weg hoch auf den Berg. Der Mensch ist schon komisch. Wenn Einer etwas anfängt, machen es alle nach. Ich verspreche mir einen herrlichen Weitblick und renne den steilen Trampelpfad hinauf. Oben angekommen fehlt mir zum einen der Sauerstoff und zum anderen der erwünschte Blick.

Ich steige den rutschigen Pfad ab und hindere den Rest der Truppe am Ansteigen.
Weiter geht’s nach Wanaka. Unser eingegebenes Ziel, ein Campingplatz am Ortsrand, unweit des Sees, ist nicht unser vorgebuchter. Wie fahren wieder durch den Ort und ein paar Kilometer weiter. Allen sagt dieser Platz nicht wirklich zu. Wir rufen den anderen Campingplatz an und zu unserer Überraschung hat er noch Platz, welchen wir einnehmen können, wenn wir in einer Stunde da sind. Also eilig zurück und Zelt aufbauen.
Folgend in die Stadt. Die Geschäfte sind schon alle geschlossen. Um 5 Uhr! Keiner scheint daran interessiert zu sein, in der Hochsaison Geld zu verdienen. Glücklicherweise ist der Supermarkt noch bis um 9 geöffnet. Das erscheint uns genug Zeit um Essen zu gehen und uns mit dem Nötigsten einzudecken. In der Stadt ist in dieser Jahreszeit ein Alkoholbann ausgerufen. So was habe ich noch nie gesehen. In Restaurants ist immerhin das Trinken erlaubt. Wäre ja noch schöner. Ich bin jedenfalls ein wenig ängstlich, mit dem gekauften Sixpack in der Hand zum Zeltplatz zu laufen.


Die Sonne scheint und nur ein paar kleine Wolken sind am Himmel. Der Tag scheint wirklich schön zu werden. Das Zusammenführen der Truppe wiederum verläuft etwas schleppend. Ich tingele erst mal in den Ort, um ein paar Pain au chocolat zu organisieren.
Da ein Plan für den weiteren Verlauf nicht einfach zu finden scheint, schlage ich einen kurzen Trip zu dem Diamond Lake vor. Die Straße führt am Seeufer entlang zur Glendhu Bay. Einen Kilometer weiter ins Landesinnere startet die kurze Wanderung.

Nach zehn Minuten erreichen wir den schönen See, welcher umgeben ist von schroffen Felsen. So angekommen im Wandermodus, folgen wir dem Weg hinauf zum Rocky Peak. Wir bereuen es nicht. Der Weg ist sehr abwechslungsreich.

Er führt durch schattige Wälder, an steilen Klippen entlang, überquert Blumen übersäte Bergwiesen und bietet allzu oft bezaubernde Ausblicke auf den Wanaka See wie auch auf die hohen eisbedeckten Berge.

Es sieht sehr alpig aus. Ich verstehe, warum es die südlichen Alpen genannt wurde.

Zurück in Wanaka können wir nicht widerstehen, in dem zwar etwas kalten aber glasklaren See mit dieser Wahnsinnskulisse zu baden.

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