Vereda da Ponta de São Lourenço (8) 🇵🇹

Noch sind wir uns nicht sicher, wie es in den Bergen aussieht. Eine Wanderung ist auf Madeira prinzipiell immer möglich, sollte es nicht gerade in Strömen schütten. Dieses Ereignis hatten wir nun schon ausgiebig und ich hoffe, das der Wolken Bauch nun leer. Ins geheim wünschte ich mir natürlich etwas Sonne.

São Lourenço ist, für alle die es noch nicht wissen, dieser kleine Blindarmartige Wurm, welcher in das Meer ragt. 

Stehst du nun am Anfang der Wanderung, verwundert es schon, wie die Landschaft ist gestaltet. Nach der Wanderung stelle ich mir die Frage, ist das der Ursprung der ganzen Insel. Es scheinen ja nur Reste vulkanischen Ursprungs. Aber wirklich, Krater an Krater. Durch Tektonik langsam über diesen Hotspot geschoben, kannst du sicher eine Insel formen.

Gestern zeigte ich euch die Farben der Blumen. Doch die bunten Erden stehen dem nicht nach.

Schroffe Formationen von den vergangenen Eruptionen ragen in den Himmel. Wie mag es nur damals zugegangen sein? Sicherlich sehr bewegend, doch ich möchte dabei nicht hier gestanden sein.

 

Rechts und links ehemalige Krater. Langsam besiedelt die Natur selbst dieses unwirtliche Gelände.

Ein schmaler Grat führt weiter Richtung der Spitze, dem Ende des Geländes.

Blumen zwischen dem Fels. Kaum zu glauben, wie mutig sie sind. Als ihr Samen hier landete, könnten sie auch total verzweifelt aufgeben. Kaum Erde und dann noch auf dem Weg, heimgesucht von den vielen Wanderern. Doch was haben sie schon für eine Wahl? Bewundernswert, dass sie es trotzdem versuchen und was dabei für eine Pracht entsteht.

Kurz hinter dem kleinen Café geht es steil den Berg hinauf. Dabei kreuzt du ein Gebiet, welches dir eine Oase vorgaukelt zu sein. Doch hier ist es andersherum. Da ist nicht überall Wüste drumherum, sondern eher innen drin. Die Felsen sind ausgewaschen und bilden eigenartige Formen. Ganz an Theben kommt es nicht heran, doch…

Wir nähern uns dem Ende des Weges. Auf diesem Hügel ist Schluss. Bis vor zum Leuchtturm dürfen wir nicht. Das wäre auch nicht einfach zu bewerkstelligen, den ein dünner Arm des Meeres trennt hier das Land.

Unten am Cais do Sardinha ist eine kleine Bucht, welche viele zum Schwimmen nutzen. Wir schauen ein wenig aufs Wasser.

Was hat sich derjenige nur gedacht, welcher dieses erschaffen? Mir gefällts!

Wir fahren runter nach Caniço. So ein lecker Fisch, wäre schon nicht zu verachten. In diesem Ort soll es mit den Leckersten geben.

Wir werden nicht enttäuscht. Wahnsinnig erfreut scheint der Fisch ja nicht zu gucken, dass er bald meines Magens Loch wird füllen dürfen. Der mit der Zubereitung einhergehende Knoblauch hilft uns sicher auch, dass Corona uns nichts anhaben kann. Oder können die Vieren nicht riechen?

Unten am Hafen ist der Hafen, so wie ein Hafen nun mal heute ist. Boote kommen vom Fang, die Möwen hoffen auf ihren Anteil und die Männer bestaunen den Fisch. Es wird in bunte Plastikkisten verpackt und schwuppdiwupps entfernt sich der Fisch endgültig von seinem Element.

Damals war es sicher etwas beschaulicher, aus unserer Sicht. Die Fischer fanden es sicher als hartes Brot. Viel mehr mit der Hände Arbeit.

Waal war eines der Wesen, welches sie hier dem Meer entrissen. Ich bin glücklich, dass nicht mit ansehen zu müssen.

Das Material allerdings wurde mehr geachtet. Alles, was noch halbwegs ging, wurde geflickt und nicht einfach dem Meer überlassen. Ich mag gar nicht daran denken, wie viel Plastik ….

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