Seoul – Jung 🇰🇷


Geht man von unserem Hotel einen Block gegen Süden, kommt man an den Cheonggyecheon Stream, einen Fluss mit kleinem Park rechts und links. 🌏

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Danach beginnt der Jung-District. Dieser vereint Tradition, Tourismus, Handel und Politik auf engem Raum. Du kannst von historischen Palästen bis zu modernen Shoppingstraßen alles in wenigen Gehminuten erleben.

Dominierend erst einmal Hochhäuser.

Geht man allerdings Richtung Osten, wandelt sich das Bild. Die Häuser werden kleiner, die Straßen enger. Hier sieht es wie ein einziger Outdoor-Baumarkt aus. Zuschnitt von Rohren, Brettern oder sonstigen – einfach auf der Straße. 🌏

Noch weiter Richtung Osten ändert sich das Bild wieder rapide. Die Dongdaemun Design Plaza steht symbolisch für das moderne, kreative und technologieorientierte Südkorea – ein starker Kontrast zu den historischen Palästen der Stadt.

Wir gehen zurück, also westlich und kommen am riesigen Einkaufszentrum Lotte mit angeschlossenen Luxushotel vorbei. 🌏 Drinnen befinden sich zahlreiche internationale Premium-Modemarken. Wir verweigern uns ein wenig der Klamotten Abteilung und besuchen den foodstore. Früchte sind hier echt nicht preiswert zu haben. Besonders spürt man das bei Äpfeln. In Deutschland, wo sie zu Massen zu günstigem Geld zu haben sind, weiß man sie nicht so zu schätzen. Hier kosten 9 Stück 105 €.

Uns ist aufgefallen, dass hier dieser köstlichen Frucht große Beachtung geschenkt wird. Oft sahen wir Kunstwerke und Bilder mit diesem Thema. Mal ehrlich, wer bekommt da nicht Lust. Dann sah ich in einem NO BRAND Laden einen einzeln eingepackten Apfel für 3€ – ich konnte nicht anders!

In der Lotte Star Avenue kommen K-Pop Fans auf ihre Kosten. Videos der bekannten Größen und deren Handabdrücke.

Nur die Straße überquerend kommt man in das lebendige, stark frequentierte Myeongdong. Hier findest du Mode, Kosmetik, Streetfood, große Markenläden. Ja und manche Läden, die du bei uns so nicht findest. 🌏

Kosmetik ist ja in Korea ein großes Thema. In den dazugehörigen Läden ist immer was los. Da kannst du dich intensiv beraten lassen. Im Übrigen finden wir, dass der Personalstand in Korea besonders hoch ist. Es gibt aber auch Läden, welche sehr spezialisiert sind. Oft sahen wir diese Fingernägel-Läden, wo du dir fantastische Motive auf die Nägel kleben kannst.

Bunt scheint immer gut zu sein. Hauptsache auffällig. Doch ich muss sagen, die Nüsse sind lecker.

Oft findet man auch solche Läden. Ich kenne das eigentlich nur vom Weihnachtsmarkt.

Abends ist hier am meisten los, wenn alle Leute sich an den unzähligen Ständen etwas Leckeres holen.

Aber der Stadtteil bietet auch andere Vergnügen. Hier eine Schlittschuhlaufbahn. 🌏

Etwas weiter südlich kommt man in den Namdaemun Market. Mir scheint es fast so, als ob die ganze Stadt ein riesiger Markt ist. 🌏

In sehr engen, dunklen Seitengassen wird Fisch zubereitet.

Auch eine, Nudel-Straße genannte Gasse gibt es. Ein Restaurant nach dem anderen – hauptsächlich Nudeln.

Wir ziehen weiter Richtung Südosten zum Namsan Seoul Tower. 🌏 Erst ein kleiner Anstieg und dann mit der Seilbahn.

Unbedingt hoch müssen wir nicht, so trinken wir an seinem Fuße einen Kaffee mit Blick auf die Stadt und den Fluss.

An jeder Möglichkeit werden hier Vorhängeschlösser angebracht. Die haben hier echt einen kleinen Automaten, der welche ausspuckt.

Hinunter gehen wir auf der anderen Seite durch den Park.

Es ist echt eisig kalt, trotz Sonnenschein. Dieser wärmt nur mental. So wollen wir mit dem Bus zurück fahren. Auch wenn ich es energetisch nicht ganz richtig finde, bin ich körperlich sehr froh überrascht, dass die hier beheizte Wartehäuschen-Bänke haben. Die eisigen Finger draufgelegt und dann draufgesetzt – genau das Richtige im Moment.


Nun machen wir noch einen Abstecher ins K-Pop-Ambiente. Für mich ist das ja total neu.

Also, es gibt da dieses faszinierende Wirtschaftssystem rund um Band-Mitgliederkarten. Von jedem Mitglied gefühlt 87 Versionen – selten, sehr selten, „ultra mega secret holographic sparkle edition“. Und alle sind hoch motiviert, möglichst viele – und vor allem möglichst seltene – Exemplare zu ergattern.

Offiziell läuft das wie eine kleine Kultur-Lotterie:
Man kauft eine CD, darin liegen zwei Karten. Wer es ernst meint, kauft natürlich fünf CDs – man weiß ja nie, vielleicht versteckt sich irgendwo die sagenumwobene Glitzerkarte. Alternativ gibt es diese charmanten Glücksautomaten: Geld rein, Hoffnung an. Eine Karte kommt garantiert raus. Ob es die gewünschte ist? Das entscheidet das Schicksal – oder der Umsatzplan.

Da wird mit erstaunlich viel Begeisterung erstaunlich viel Kleinstkarton bewegt.

Und dann ich: komme 34 Minuten vor Konzertbeginn an der KBS-Arena an. 🌏 Vier Minuten, bevor der offizielle Fanklubstand schließt. Gehe hin, zeige meine Eintrittskarte, sie wird kurz entwertet – und ich bekomme einfach so ein ganzes Set dieser begehrten Sammelkarten in die Hand gedrückt. Ohne Lotterie. Ohne fünf CDs. Ohne spirituelle Vorbereitung am Automaten.

Meine Tochter war begeistert.
Ich hingegen überlege noch, ob ich heimlich ins Karten-Business einsteigen sollte.


Wir besuchen ein Konzert von ONEWE

„O! NEW E!volution“ ist eine Markenkonzertreihe, die seit 2020 läuft. Der Titel steht für die fortlaufende künstlerische Entwicklung der Band – ein Mix aus intensivem Live-Sound, Performance und einer erzählerischen Konzertstruktur, in der ONEWE ihre bisherigen Schritte und die künftige Ausrichtung verbindet.

Eine besondere Live-Note war, dass ONEWE auch Covers bekannter K-Pop-Hits in akustischer oder medley-Form gespielt hat – etwas, das in diesem Konzert besonders hervorgehoben wurde.

  • Ich muss sagen, dass ich auf was ganz anderes eingestellt war. Nur zuliebe meiner Tochter – ja und auch irgendwie zu ihrer Sicherheit – bin ich mitgegangen.
  • Das Konzert fängt 5 Minuten nach offizieller Ankündigung an. In Europa kenne ich das anders.
  • Die Band gibt sich sehr verbunden mit dem Publikum, als wenn sie welche von diesem sind, nur halt, auf der Bühne. Arroganz ist hier sehr verpönt.
  • Dann wirst du die ganze Zeit bespaßt. Bei der kurzen Pause laufen bekannte Songs und an dem riesigen LED-Schirm steht dazu der Text zum Mitsingen. Der ganze Saal singt.
  • Die Variation der gebotenen Stücke ist groß. Ich würde es so sagen: Von Ramstein bis May, ist alles dabei.
  • Dann noch diese Paenbongs. Die Lightsticks besitzen Bluetooth-Funktionen und werden im Stadion oft zentral gesteuert. Dadurch synchronisieren sich Tausende von Lightsticks mit der Musik und Bühnenshow, was zu beeindruckenden Lichteffekten führt. Über spezielle Apps können Fans ihren Lightstick vor dem Konzert mit ihrem Sitzplatz verbinden, damit dieser passend zur Show leuchtet.

Ja – es war toll!

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