Sasquatch Provincial Park – Kamloops 🇨🇦

[British Columbia]


Sasquatch Provincial Park: In der Nacht zieht feuchte kalte Luft durch die Berge bis in unser Zelt. Warm ist anders. Wir ausgestattet mit Schlafsäcken für die gerade in Deutschland herrschenden Temperaturen. Also an die 40°C.

Ich stehe sehr früh auf und begebe mich zum See. Noch schläft alles. Die Gänse beginnen gerade ihre morgendliche Pflege des Gefieders und speisen die ersten Halme.

Über dem See hängt ein Schleier hervorgerufen durch die wärmenden Strahlen. Ich mag diese Zeit der Stille. Allenthalben koche ich Kaffee und locke damit GG aus den Federn. Wir besprechen beim gemeinsamen Frühstück mit den Nachbarn mögliche Plätze, welche es zu besuchen lohnt.

Auf geht‘s! Wir wählen den alten Highway 1. Langsam kommt das Gefühl auf von dem, was wir erwarteten. Eine unendlich große Leere. Die Besiedlung ist marginal.

Unser erster nennenswerter Stopp ist Hell’s Gate. 🌍 Dort ist die engste Stelle des Canyon. Eine Seilbahn fährt einige Meter runter. Die Fahrt sollte 40$ kosten. Wir entscheiden uns zu laufen. Dazu muss man erst mal ca 500 Meter an der Straße zurück. Von dort führt ein Weg runter.  Immer wieder stehen Schilder am Weg, welche andeuten, dass es hier nicht gestattet sei zu laufen??

Unten führt eine Hängebrücke über den reißenden Fluss. Auch hier wieder die Schilder. Auf der anderen Seite dann eine Offerte. •Nun bist du schon bis hier gelaufen – eventuell können wir dich überreden eine Fahrt zurück mit der Seilbahn für nur 18$ zu machen• Na ja, denke ich bei mir, zurück zu laufen schaffen wir auch noch. Hier ist es nun überhaupt nicht mehr kalt und der Sonne erbarmungsloser Strahl fordert schon ganz schön, auf dem Weg bergan.

Der nächste voraussichtliche Stopp sind zwei Eisenbahnbrücken bei Kanaka Bar über den Fluss. 🌍 Nur mal ein wenig zur Erklärung. Hier verläuft die Hauptlinie von Westen nach Osten. Auf beiden Seiten haben sie je ein Gleis in den Fels gehauen. Im Reiseführer steht, dass es das Größte für Eisenbahnfans oder Fotografen ist, wenn je ein Zug auf den Brücken den Fluss überquert. Ich denke so bei mir, einer würd mir schon genügen. Das so im Sinne, möchte ich noch mal erklären, warum meine Touren mit ◊Lucky Joes Advencher Tours◊ beschrieben werden. Wir fahren so den Highway entlang und sehen die Brücken. Blöderweise fahren wir am Abzweig vorbei. Beim Wenden höre ich das so typische Signal. Am Aussichtspunkt angekommen erklärt mir ein Besucher, ich habe den Zug gerade so verpasst. Tja schad. Aber wenn wir zu doof sind. Wären wir gleich hierher gefahren, wären wir genau zur richtigen Zeit gekommen. Das Schicksal hatte alles schon arrangiert.

Ein paar Kilometer nördlich bei Lytton, fließt der Thomson River in den Fraser River. 🌍 Die braunen Wasser vermischen sich mit Blauen. Auch hier wieder eine Eisenbahnbrücke und auch dieses Mal kommt gerade ein Zug. Schier endlos ist die Länge dieses.

Nun folgen wir dem Thomson River. Die Landschaft wird karger. Ich hatte mir Kanada ja durch und durch bewaldet vorgestellt. So aber treten die mannigfaltig Farben der Berge zum Vorschein. Kurz stoppen wir am Kumsheen Rafting Resort um die Farben der Berge um den White Canyon auf uns wirken zu lassen.Weiter gen Norden. Weite ausgedehnte Flächen. Kleine Farmen welche unentwegt die Felder wässern.

Wir fahren bis Kamloops und mieten uns in einem Motel ( Kings Motor Inn ) ein. Kaufen auch noch ein wenig von dem, was man in der Wildnis unbedingt brauchen wird.

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