Peru – Inka Trail 🇵🇪


Ollantaytambo: Wieder einmal klingelt der Wecker um 5. Wir gehen runter in die Lobby und ein verschlafener Rezeptionist kommt aus seinem Schlafgemach. Zu seinem Ungemach hatte er gestern Abend zugesagt, uns einen Kaffee zu machen. Anders hätte ich GG gar nicht auf den Trail schicken können. Vielen Dank noch mal.

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Wir müssen die Straße runter zum Bahnhof. Dunkel ist es und regnen tut es auch.

Um 6 steigen in den Zug zum Machu Picchu. Wir haben erst einmal unsere ganzen Sachen dabei, welche wir nun über den Tail schleppen müssen und zusätzlich ein Frühstücks- und ein Lunchpaket. Die Essenspakete überfordern das Volumen meines Rucksacks bei weitem. Ganz davon abgesehen, möchte ich das nicht auch noch schleppen müssen. Wir sitzen also da und stopfen alles was geht in uns rein.

Am Kilometer 104 steigen wir aus. 🌎 Echt! Der Zug hält auf freier Strecken und dann musst du sehen, wie du aus dem Wagon kommst. Ich bin am Tiefpunkt. Du stehst hier mit ein paar anderen Geschöpfen, keiner hat ein Lächeln im Gesicht und wirst mit jeder Sekunde nasser. Neben die rollt langsam das regen-schützende Dach von dannen. 5 Stunden Wanderung vor dir.

Erst einmal geht es über den Fluss. Folgend ist die Einlasskontrolle, wo du dein Ticket und deinen Ausweis vorzeigen musst. Unter den dort vorhandenen Dächern wird erst mal die ganze Regenkleidung übergeworfen. Noch immer ist mir nicht wohler.

Im zeremoniellen Zentrum Chachabamba, was wir nach 5 Minuten erreichen, wurde das Wasser verehrt und den Reisenden rituelle Bäder angeboten, in welchen sie sich vor dem Besuch des Maccu Picchu reinigen konnten. (Das mit dem Wasser erlebe ich auch gerade, aber bevor ich die Wanderung überhaupt begonnen) Hier kommt die Trilogie des Uku Pacha – Kai Pacha – Hanan Pacha zusammen. Diese vertreten die drei Welten -unterirdisch, real und himmlisch. Mir stellen sich sodann zwei Fragen. Wie wird mein Bad aussehen und wie sauber werde ich wirklich ankommen, nachdem ich das Ende des Pfades erreicht? Nass scheint mir fast sicher.

So machen wir uns erst einmal auf den Weg, mehr mit dem Verlangen es hinter sich zu bringen, denn der Vorfreude.

Der Weg führt nahe am Abgrund. Geländer sind selten. Bergauf geht es immer!

Viele Blumen schmücken den Wegesrand.

Glücklicherweise hört der Regen auf. Das ständige bergauf in der Regenkleidung lässt dich schnell schwitzen. So läuft es sich ganz angenehm. Volle Sonne wäre auch nicht das Beste.

 

Auf halben Wege gibt es auch eine Schutzhütte. Ursprünglich war hier auch ein Unterstand für die Boten der Inka.

Dann der erste Blick auf Wiñay Wayna, unser nächstes Ziel. Es sieht schon sehr nah aus und ich dachte, wir sind gleich da, doch noch müssen wir etliche Schritte machen.

Vorbei an einem Wasserfall,

und unzählige Stufen hinauf.

Die Berge um uns herum in Weiß.

Wir erreichen Wiñay Wayna, was ∙ für immer Jung ∙ entspricht, auf 2650m. 🌎

Die Wolken streichen durch die Ruinen, was dem Ganzen einen mystischen Anstrich gibt. Ein wirklich schöner Ort.

Weiter führt der Pfad die Terrassen entlang. Noch ein letzter Blick.

Der Weg hält sich anfangs im Rahmen. Kurz vor dem Intipunku noch mal steil die Stufen hinauf.

Das Intipunku (Tor der Sonne) 🌎 auf 2.745m ist sozusagen das Haupttor zum Maccu Picchu. Der Sonnenstrahl hier durch zur Tages- und Nachtgleiche diente den Inka Astrologen als Zeitbestimmung. Es ist der Punkt, an dem man das erste Mal die Stätte sieht. Doch was sehen wir? Ich vergleiche es mit einem Bild auf der Schokolade.

Wir warten! Nichts zu sehen, außer Wolken. Kaum ist mal ein keines Loch in den Wolken, springen alle hier versammelten auf und starten die Kamera. Wieder nichts. GG fragt ein Orakel im Netz – widersprüchliche Antworten. Als wir eine Stunde des Wartens hinter uns haben, geben wir dem noch 10 Minuten. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, denn es ist genau das, was mich hierher reisen ließ, ganz abgesehen von der Wanderung. In der letzten Minute tut sich was. Unglaublich das Gefühl plötzlich alles in der Sonne zu sehen.

Wir folgen dem Weg zum Maccu Picchu. Jetzt bei voller Sonne!

Auch ein paar Endemische begegnen uns.

Dann sind wir da. Erhebendes Gefühl.

Wir besuchen heute nicht die Stätte an sich, sondern fahren runter nach Aguas Calientes. Die Straße dahin ist eng, kurvenreich und das aneinander Vorbeifahren der Busse teils abenteuerlich.

Nach der langen Wanderung gönnen wir uns ein Bad in den Baños Termales.

Nun nur noch zurück zum Hotel. Aufpassen musst du allerdings, nicht vom Zug überfahren zu werden. Die Gleise liegen direkt vor dem Eingang.

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