Wenn wir in der Provence sind, ist da natürlich nicht nur das Meer und seine Küste. Auch das Hinterland hat einiges zu bieten. Uns treibt es heute in den Luberon, kaum eine Stunde von Marseille entfernt.
Unser erster Stopp ist in Lourmarin, ein nettes kleines Dorf, ortstypisch für die Gegend.
Nachfolgend wollen wir ein wenig wandern. Unsere Wahl fällt auf den Gorges de Veroncle, nahe Gordes. 🌍
Wir parken mitten im Wald und folgen einem kleinen Weg bis zum Chem. des Grailles, an der Brücke über die Veroncle. Von dort folgt der Wanderweg dem Bach. Wasser ist in diesem allerdings nicht zu sehen. Nach ein paar Metern gelangt man an die Moulin Cabrier.
Weiter geht es im Flussbett entlang. Ich erwarte eine entspannte Wanderung.
Doch schon bald geht es nicht weiter. Normalerweise kaskadiert der Bach hier herunter. Wir und dazu in die Gegenrichtung – nicht möglich! So gehen wir etwas zurück und finden den eigentlichen Weg weiter oben.
Nach Besteigen einer Leiter folgt die nächste Challenge. Hier muss man sich durchwursteln.
Den Blick zurück. Frankreich typisch ist nichts abgesichert. Ich erinnere nur – Attention à vos enfants – Ganz so einfach und entspannt, wie ich zuerst dachte, ist der Weg offensichtlich nicht.
Doch erst einmal ein bequemer Teil. Eingeklemmt zwischen steilen Felswänden und ein paar Bäumen bereitet der Weg keine Strapazen.
Doch schon an der nächsten Ecke wandelt sich das Bild. Wasserlachen und die trockenen Felsen der Katarakte zwingen andere Wege zu suchen. Mal geht es einfach auf den Felsen daneben, mal musst du zurück und irgendwie hochklettern, um die Barriere zu umgehen.
Und manchmal musst du einfach durch den engen Spalt, auch wenn der mit Wasser gefüllt ist.
Mal rücken die Felsen rechts und links näher.
Und dann weitet sich die Schlucht. Immer wieder musst du Wege finden, Hindernisse zu umgehen. Wir gehen die Schlucht nicht in Gänze durch. Zwischendurch ist keine Möglichkeit eines Aufstieges. Also den gleichen Weg zurück.
Angekommen in der Unterkunft, schauen wir bei Komoot nach. – Schwere Wanderung: Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig. –
Tja, wir waren in unserer Alltagskleidung unterwegs und haben auch nur bedingt das, was man alpine Erfahrung nennt.
Toll war es allemal!
Übernachten werden wir in Apt in einer Herberge am Marktplatz.


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