Kuala Sepetang ­čç▓­čçż

Schon geht es weiter. In Taiping ­čîŹ, unser erster Stopp.

Die Stadt ist nicht sehr gro├č, die Luft steht und macht mir zu schaffen.

Die Leute in der Tourist Info sehen wohl nicht oft einen Europ├Ąer. Wir warn ja nun schon zwei und umso gr├Â├čer war die Freude.

Wir machenÔÇÖs wie die Amerikaner. Ins Auto und ein wenig umher.

Die Zeit rennt und GG m├Âchte weiter. Beim Nachschlagen der Adresse f├Ąllt ihr auf, unsere Buchung ist erst f├╝r morgen. Warum nur das Gehetze? Erst mal ein Caff├Ę in einem k├╝hlen Ambiente. So sitzen wir im Starbucks und ├╝berdenken, was zu tun. An der K├╝ste liegt ein kleiner urspr├╝nglicher Fischerort mit einem Hotel. Dieses schnell gebucht, machen wir uns auf den Weg nach Kuala Septang. ­čîŹ

Schnell ├Ąndert sich das Ambiente. Das moderne Malaysia weicht mehr und mehr dem urspr├╝nglichen. In die Jahre gekommene H├Ąuser s├Ąumen die Stra├če. Ein Mangroven Nationalpark mit einen Bohlenweg, verspricht interessant zu sein. In der Station sind sie sehr ├╝berrascht jemanden zu sehn.

Hier wurden kleine H├Ąuser mitten in den Wald gebaut, um Interessierten, dieses Habitat n├Ąher zu bringen. Sicher stehen sie noch nicht lange hier, aber der Zahn der Zeit naget an jedem Brette. Menschenleer stehen sie da und geben der Natur eine Chance, das m├╝hsam Abgerungene wieder zu ├╝bernehmen.

Wir schreiten den Bohlenweg entlang, zwischen den Mangroven.

Richtig stabil erscheint es mir nicht. So setzen wir unsere F├╝├če beh├Ąnd auf die Stellen, welche von St├╝tzbalken unterf├╝ttert.

Bald schon ├╝bersteigt der Zustand des Weges unsere M├Âglichkeiten oder den Wunsch, ihm weiter zu folgen. Uns schwant, hier sind sie noch nicht so weit sich f├╝r Natur zu interessieren. Was nur muss erst passieren, um ein Umdenken zu erreichen. Sicher ist der Zivilisationsm├╝ll etwas weniger auff├Ąllig als in Indonesien. Pr├Ąsent ist er ├╝berall.

So fahren wir in den Ort. Ein heilloses Gewusel. Unser Hotel – also von au├čen nicht als ein solche zu erkennen.

Du durchquerst erst einmal eine Art Fischmarkt und kommst in den Eingang. Die T├╝r ward verschlossen. Gl├╝cklicherweise kommt die Lady des Ortes vorbei, welche sehr gesch├Ąftst├╝chtig ist, und managt alles Weitere. Kaum jemand sprich hier so etwas wie englisch. Sofort sind wir uns einig – es ist toll.

Direkt hinter dem Hotel, gesch├Ąftiges Treiben der Fischerbote. Erst einmal etwas essen.

Ein paar H├Ąuser weiter steigen wir durch Plastikkisten der Fischer und ├╝ber Haufen von Netzen. Es st├Ârt hier keinen, dass du dich ├╝berall herumtreibst. Im Restaurant angekommen wollen wir etwas ordern.

Dazu gehst du an die Theke und zeigst mit dem Finger auf irgendwas, was noch k├╝rzlich gl├╝cklich sich im Meere tollte. Tja, wie nun m├Âchtest du es zubereitet haben? Die komplette Belegschaft versuchte gemeinsam, uns mit ihren vereinzelten englischen Worten, die M├Âglichkeiten zu offerieren. Ein Heiden Spa├č. Um nicht zu verzweifeln, ├╝berlassen wir ihnen die Wahl und sind bereit uns ├╝berraschen zulassen.

Es war kein Fehler. Wir sitzen am Bayou, sehen den Fischern und den Seeadlern zu und genie├čen Fangfrisches.┬á

Eine kleine Siesta ist bei diesen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit kein abwegiger Gedanke. Auf dem Balkone sitzend ├╝berwache ich den Strom, wie auch den Lauf der Sonne. Noch ist nicht alles getan.

Kaum streift das g├╝ldene Rund die Baumwipfel machen wir uns auf den Weg. Bekannt wie bunte Hunde in diesem Dorf, werden wir freudig an die Anlegestelle eines Ausflugsbootes geleitet. Ich vermutete zu zweit, na ja und dem Kapit├Ąn, diesen n├Ąchtlichen Ausflug zu machen. Weit gefehlt. Das Boot ist voll beladen. Allenthalben fallen wir geh├Ârig aus dem statistischen Mittel.

Auf gehts. Weit vor uns ist noch ein anderes Boot eines Rivalen. Wie nun ├╝berall auf der Welt muss ein Mann zeigen was geht. Der Kapit├Ąn holt alles aus der Kiste rau, nur um zu ├╝berholen. Beh├Ąnd springt das Boot ├╝bers Wasser und aufstiebende Gischt nach allen Seiten. Wo nur wollen wir hin, werdet ihr euch fragen. Uns wurde die Beobachtung von Feuerfliegen nahe gelegt. Pl├Âtzlich wird der Motor gedrosselt. In den B├╝schen am scheinbaren Ufer flackert es wie am Christbaum. Ein unglaubliches Schauspiel. Interessanter Weise scheinen die Viecher sich gegenseitig zu animieren ihre Lampe anzuschalten.

Einer f├Ąngt an und dann zieht es Femtosekunden sp├Ąter durch den ganzen Busch. Irre! Das ganze Ufer entlang.

Zur├╝ck im Dorf wollen wie ein wenig erkunden, was die Dorfjugend so allabendlich tut. Sie fahren eine der beiden Stra├čen auf und ab mit ihren unbeleuchteten Mopeds. Halten an um sich auszutauschen oder sich ein Ei in irgendeine mysteri├Âse Suppe hauen zu lassen. Die ├älteren sitzen zusammen. Einige beten, andere sehen Sport.

In jedes Haus kann man von der Stra├če aus sehen. Privatsph├Ąre wird hier nicht so gro├č geschrieben. An der Wand gegen├╝ber der Eingangst├╝r ist immer eine Art Altar. Genug corsare, genug durchgeschwitzt, genug aufgefallen. Ich brauche unbedingt eine Dusche. Langsam schl├Ąft alles ein. Der Adler sucht sich einen Platz f├╝r die Nacht, die Kraniche schauen hinaus aufs dunkle Wasser, alle Boote sind fest vert├Ąut, wir liegen auf dem Bett, die Klimaanlage surrt leise. Es ist Nacht.

So um die Stund, der wo die Geister anfangen ihr T├Ąnzchen aufzuf├╝hren, checkt lauthals eine Familie neben uns ein. Um 5 in der Fr├╝h werden die gro├čen Diesel der Fischers Bote angelassen, um zu starten den jungen Tag mit einem neuen Fange. Doch nicht alle brummenden Dieselger├Ąusche verlieren sich langsam in der Ferne. F├╝r mich unergr├╝ndlich und zu dieser Stund auch nicht wirklich von Belang rauszufinden warum, sondern nur festzustellen das das, touren Diesel hoch, so dass die feinen Vibrationen bis unter meine Bettdecke kriechen, ganz zu schweigen von meines Ohres Pein. Ruhest├Ârender L├Ąrm ist sicher nicht ins Malaysische ├╝bersetzbar, da dieses Objekt hier nicht verstanden. So w├Ąlz ich mich auf der harten Matratze, bis dann der Morgen graut.

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