Kuala Sepetang 🇲🇾

Schon geht es weiter. In Taiping 🌍, unser erster Stopp.

Die Stadt ist nicht sehr groß, die Luft steht und macht mir zu schaffen.

Die Leute in der Tourist Info sehen wohl nicht oft einen Europäer. Wir warn ja nun schon zwei und umso größer war die Freude.

Wir machen’s wie die Amerikaner. Ins Auto und ein wenig umher.

Die Zeit rennt und GG möchte weiter. Beim Nachschlagen der Adresse fällt ihr auf, unsere Buchung ist erst für morgen. Warum nur das Gehetze? Erst mal ein Caffè in einem kühlen Ambiente. So sitzen wir im Starbucks und überdenken, was zu tun. An der Küste liegt ein kleiner ursprünglicher Fischerort mit einem Hotel. Dieses schnell gebucht, machen wir uns auf den Weg nach Kuala Septang. 🌍

Schnell ändert sich das Ambiente. Das moderne Malaysia weicht mehr und mehr dem ursprünglichen. In die Jahre gekommene Häuser säumen die Straße. Ein Mangroven Nationalpark mit einen Bohlenweg, verspricht interessant zu sein. In der Station sind sie sehr überrascht jemanden zu sehn.

Hier wurden kleine Häuser mitten in den Wald gebaut, um Interessierten, dieses Habitat näher zu bringen. Sicher stehen sie noch nicht lange hier, aber der Zahn der Zeit naget an jedem Brette. Menschenleer stehen sie da und geben der Natur eine Chance, das mühsam Abgerungene wieder zu übernehmen.

Wir schreiten den Bohlenweg entlang, zwischen den Mangroven.

Richtig stabil erscheint es mir nicht. So setzen wir unsere Füße behänd auf die Stellen, welche von Stützbalken unterfüttert.

Bald schon übersteigt der Zustand des Weges unsere Möglichkeiten oder den Wunsch, ihm weiter zu folgen. Uns schwant, hier sind sie noch nicht so weit sich für Natur zu interessieren. Was nur muss erst passieren, um ein Umdenken zu erreichen. Sicher ist der Zivilisationsmüll etwas weniger auffällig als in Indonesien. Präsent ist er überall.

So fahren wir in den Ort. Ein heilloses Gewusel. Unser Hotel – also von außen nicht als ein solche zu erkennen.

Du durchquerst erst einmal eine Art Fischmarkt und kommst in den Eingang. Die Tür ward verschlossen. Glücklicherweise kommt die Lady des Ortes vorbei, welche sehr geschäftstüchtig ist, und managt alles Weitere. Kaum jemand sprich hier so etwas wie englisch. Sofort sind wir uns einig – es ist toll.

Direkt hinter dem Hotel, geschäftiges Treiben der Fischerbote. Erst einmal etwas essen.

Ein paar Häuser weiter steigen wir durch Plastikkisten der Fischer und über Haufen von Netzen. Es stört hier keinen, dass du dich überall herumtreibst. Im Restaurant angekommen wollen wir etwas ordern.

Dazu gehst du an die Theke und zeigst mit dem Finger auf irgendwas, was noch kürzlich glücklich sich im Meere tollte. Tja, wie nun möchtest du es zubereitet haben? Die komplette Belegschaft versuchte gemeinsam, uns mit ihren vereinzelten englischen Worten, die Möglichkeiten zu offerieren. Ein Heiden Spaß. Um nicht zu verzweifeln, überlassen wir ihnen die Wahl und sind bereit uns überraschen zulassen.

Es war kein Fehler. Wir sitzen am Bayou, sehen den Fischern und den Seeadlern zu und genießen Fangfrisches. 

Eine kleine Siesta ist bei diesen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit kein abwegiger Gedanke. Auf dem Balkone sitzend überwache ich den Strom, wie auch den Lauf der Sonne. Noch ist nicht alles getan.

Kaum streift das güldene Rund die Baumwipfel machen wir uns auf den Weg. Bekannt wie bunte Hunde in diesem Dorf, werden wir freudig an die Anlegestelle eines Ausflugsbootes geleitet. Ich vermutete zu zweit, na ja und dem Kapitän, diesen nächtlichen Ausflug zu machen. Weit gefehlt. Das Boot ist voll beladen. Allenthalben fallen wir gehörig aus dem statistischen Mittel.

Auf gehts. Weit vor uns ist noch ein anderes Boot eines Rivalen. Wie nun überall auf der Welt muss ein Mann zeigen was geht. Der Kapitän holt alles aus der Kiste rau, nur um zu überholen. Behänd springt das Boot übers Wasser und aufstiebende Gischt nach allen Seiten. Wo nur wollen wir hin, werdet ihr euch fragen. Uns wurde die Beobachtung von Feuerfliegen nahe gelegt. Plötzlich wird der Motor gedrosselt. In den Büschen am scheinbaren Ufer flackert es wie am Christbaum. Ein unglaubliches Schauspiel. Interessanter Weise scheinen die Viecher sich gegenseitig zu animieren ihre Lampe anzuschalten.

Einer fängt an und dann zieht es Femtosekunden später durch den ganzen Busch. Irre! Das ganze Ufer entlang.

Zurück im Dorf wollen wie ein wenig erkunden, was die Dorfjugend so allabendlich tut. Sie fahren eine der beiden Straßen auf und ab mit ihren unbeleuchteten Mopeds. Halten an um sich auszutauschen oder sich ein Ei in irgendeine mysteriöse Suppe hauen zu lassen. Die Älteren sitzen zusammen. Einige beten, andere sehen Sport.

In jedes Haus kann man von der Straße aus sehen. Privatsphäre wird hier nicht so groß geschrieben. An der Wand gegenüber der Eingangstür ist immer eine Art Altar. Genug corsare, genug durchgeschwitzt, genug aufgefallen. Ich brauche unbedingt eine Dusche. Langsam schläft alles ein. Der Adler sucht sich einen Platz für die Nacht, die Kraniche schauen hinaus aufs dunkle Wasser, alle Boote sind fest vertäut, wir liegen auf dem Bett, die Klimaanlage surrt leise. Es ist Nacht.

So um die Stund, der wo die Geister anfangen ihr Tänzchen aufzuführen, checkt lauthals eine Familie neben uns ein. Um 5 in der Früh werden die großen Diesel der Fischers Bote angelassen, um zu starten den jungen Tag mit einem neuen Fange. Doch nicht alle brummenden Dieselgeräusche verlieren sich langsam in der Ferne. Für mich unergründlich und zu dieser Stund auch nicht wirklich von Belang rauszufinden warum, sondern nur festzustellen das das, touren Diesel hoch, so dass die feinen Vibrationen bis unter meine Bettdecke kriechen, ganz zu schweigen von meines Ohres Pein. Ruhestörender Lärm ist sicher nicht ins Malaysische übersetzbar, da dieses Objekt hier nicht verstanden. So wälz ich mich auf der harten Matratze, bis dann der Morgen graut.

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