Mangbaedan-Altar – der Ort, an dem getrennte Familien Ahnenrituale für Verwandte im Norden abhalten. Auf den Tafeln sind Landschaften aus Nordkorea, welche nicht mehr besucht werden können.
Die Lokomotive der Gyeongui-Linie, ein zerstörtes Dampflok-Wrack.
Die Gyeongui-Linie verband einst Seoul mit Pyongyang. Während des Korean War wurde die Lokomotive 1950 bei Kämpfen schwer beschädigt, als sie Munition und Versorgungsgüter transportierte. Sie blieb jahrzehntelang im Grenzgebiet stehen und wurde später an ihren heutigen Standort gebracht. In Verbindung damit sollen gebracht werden: den Abbruch der einstigen Nord-Süd-Verbindung; die gewaltsame Teilung Koreas; die Hoffnung auf eine zukünftige Wiedervereinigung.
„Comfort Women“ – koreanische (und andere asiatische) Frauen, die während der japanischen Kolonialherrschaft und des Zweiten Weltkriegs vom japanischen Militär zur sexuellen Zwangsarbeit gezwungen wurden. Noch heute drängen die Koreaner Japan darauf, dieses einzugestehen. Noch immer verweigert sich Japan.
Freedom Bridge (Freiheitsbrücke) [links im Bild]– hier kehrten nach dem Waffenstillstand 1953 südkoreanische Kriegsgefangene zurück. Heute steht sie für die Hoffnung auf Wiedervereinigung, die Sehnsucht getrennter Familien, das Andenken an die Opfer des Krieges. Etwas weiter ist die Bridge of No Return – Nach dem Waffenstillstand des Korean War wurde die Brücke 1953 für den Austausch von Kriegsgefangenen genutzt (Operation Big Switch). Die Gefangenen mussten sich auf der Brücke endgültig entscheiden: Rückkehr in den Norden oder Übertritt in den Süden. Nach der Überquerung gab es kein Zurück.
Nach Besichtigung des Parks müssen alle die Reisepässe vorzeigen und bekommen einen zugewiesenen Sitzplatz in einem extra DMZ-Bus. Im Bus wird nochmals kontrolliert. Nun geht es über die Tongil Bridge (Vereinigungsbrücke).
Nochmals eine Kontrolle.
Wir fahren an dem Dorasan Vehicle Checkpoint vorbei. Dieser wurde nur ein einziges Mal benutzt.
Wir kommen zum Third Infiltration Tunnel, einem von insgesamt vier bekannten Tunneln, die Nordkorea heimlich unter der Demilitarisierten Zone (DMZ) nach Südkorea gegraben hat. 🌏 Entdeckt wurde er 1978 durch südkoreanische Truppen und ist etwa 1,635 Meter lang, mit einem Durchmesser von 2 Meter, bei einer Tiefe von 73 bis 90 Meter unter der Erde und diente der geheimen Infiltration für nordkoreanische Truppen, um Südkorea überraschend anzugreifen.
Vorweg dürfen wir uns die ganze Geschichte der Auseinandersetzung ansehen. Im Tunnel selbst ist striktes Fotografierverbot.
Außerhalb gibt es natürlich Orte, wo du dich inszenieren kannst.
Auch hier der Hoffnung tragend der Wunsch der Wiedervereinigung, so illusorisch das auch heute erscheinen mag.
Eine kurze Fahrt mit dem Bus und wir sind am Dora Observatory. 🌏
Wir werden in das neue Observatory geführt. Hier kann man einen Blick auf Nordkorea werfen. Fotografieren ist unerwünscht. Der Grund ist ein anderer als man auf den ersten Blick denkt. Die Bilder in den sozialen Medien lassen Nordkorea wie einen Zoo erscheinen. Das fand die Führung nicht so toll und so sendeten sie mit Fäkalien gefüllt Ballons Richtung Südkorea.
Auf dem Rückweg halten wir noch an einem Unification Village. 🌏 Gegründet wurde es in den 1990er-Jahren, um die Grenzregion wirtschaftlich zu stabilisieren und das Leben der Menschen in der Nähe der DMZ zu unterstützen. Hier herrschen strikte Sicherheitsvorkehrungen, also keine normale Bewegungsfreiheit. Ich denke mal, dass hier die Haupteinnahmequelle die Touristen sind, welche in Shops zollfrei einkaufen können.











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