Kilifi: Es geht los auf Safari. Früh am Morgen steht am Eingang ein Toyota Land Cruiser. In dem Gefährt können maximal 7 Gäste mitfahren. Ansonsten ist dieses Gefährt eher auf Robustheit denn Komfort getrimmt. Ich frage als Erstes »Fahrten wir die A7 über Mombasa?« Glücklicherweise gibt es eine andere Straße. Ihr werdet’s nicht glauben, aber ich empfand das schon als erstes Highlight.
Bis Mavueni fahren wir Richtung Mombasa und biegen dort in Richtung Mariakani ab. Ich sage es mal so: Wo hier eine Straße oder ein Weg ist – der Unterschied ist fließend –, ist hier auch Verkehr. Doch alles ist besser, als durch die Vororte von Mombasa zu fahren.
Hier ein paar Eindrücke vom Straßenrand.
Wir kommen auf die Straße Mombasa-Nairobi, genannt Expressway. Der Name verspricht etwas, was nicht im Entferntesten mit der jetzt vorgefundenen Situation in Einklang zu bringen ist. Ein Lkw nach dem anderen. Vollgeladen bis Oberkante. Glücklicherweise ist die Landschaft relativ flach. Kommt auch nur die kleinste Steigung, machen etliche der LKW schlapp. Dicke Rauchschwaden frisch verbrannten Diesels der gequälten Maschinen füllen die Umgebung. Lauthals rufen diese hochtourig im ersten Gang Laufenden nach Erbarmen oder endgültiger Erlösung. Doch hier gibt es kein Pardon. Solange noch das kleinste Fünkchen Leben im Apparat steckt, wird drauf gedrückt. Zwischen diesen dahinsiechenden Lkw fahren die Safari-Ausflugsfahrzeuge, Kleinbusse und andere Autos. Immer bereit zu überholen. Mopeds werden im Verkehr total ignoriert. Die haben ja den Randstreifen. Das Schönste sind allerdings die Bumper. Alle paar Meter eine Vollbremsung, das Vehikel klappernd darüber, sämtliche Knochen durchwirbelnd, dann wieder voll aufs Gas bis zum nächsten. Statistische Durchschnittsgeschwindigkeit 28.73km/h!
In Miasenyi werden wir zu einer Toilettenpause eingeladen. Dafür sind an den Straßen relativ große Wellblechscheunen aufgestellt. Diese sind bis ans Dach mit allen möglichen Handwerksarbeiten gefüllt. Etliche Angestellte, verteilt im Raume, beobachten dich mit Luchsaugen. Sobald du auch nur den Versuch unternimmst, deinen Augenfokus länger auf einem Gegenstand verweilen zu lassen, kommen sie an und preisen den Gegenstand wie auch den Preis. Hast du es durch alle Regale und Tischreihen geschafft, bist du beim Klo.
Nach der Pause fahren wir in den Park. 🌍 Tsavo East National Park
Hier die Beschreibung aus dem Internet: Der Anblick der staubroten Elefanten, die sich im mitternachtsblauen Wasser des palmenbeschatteten Galana-Flusses suhlen, wälzen und sich gegenseitig bespritzen, gehört zu den eindrucksvollsten Bildern Afrikas. Zusammen mit dem 300 Kilometer langen Yatta-Plateau, dem längsten Lavastrom der Welt, bietet der Tsavo East ein einzigartiges Abenteuer. Der Park ist das größte Schutzgebiet Kenias und beherbergt die meisten größeren Säugetiere, riesige Herden staubroter Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen, Leoparden, Flusspferde, Krokodile, Wasserböcke, kleine Kudus, Gerenuk und eine reiche Vogelwelt mit 500 registrierten Arten.
Die rote Erde ist schon mal da!
Dann beginnt es mit Straußen.
Und natürlich auch mit deren Bibbele.
Wir sehen viele Elefanten. Manche sogar sehr nah. Dieser hier war nicht sehr erfreut und trötete diesen Umstand lautstark.
Viele, viele Affen.
Unmengen an Zebras. Wenn diese so durch die Lande streifen, sieht das schon sehr psychedelisch aus. Nur die Frage, ob sie nun weiß mit schwarzen Streifen oder Schwarz mit weißen Streifen, treibt mich um.
Dann die ersten Löwen. Die gehören zu den big five (Elefant, Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel) welche, die Safari-Highlights bezeichnen. Wir hatten das Glück, eine Löwin mit ihrem Jungen zu beobachten. Interessant ist, dass sie die Fahrzeuge schon so gewohnt sind und irgendwie zum Leben zugehörig finden. Störend wie Fliegen, aber nicht ein feindliches Lebewesen.
Wir übernachten in der Sentrim Tsavo East Lodge.
Diese liegt genau an einem Wasserloch. Du müsstest nicht mal durch den Park fahren. Hier kommt alles irgendwann vorbei. Erst die Elefanten. Eine Freude, denen beim Herumtollen im Wasser zuzusehen.
Folgend kommen die Büffel.

















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