Tsavo Ost NP: Heute liegen wieder ca. 230 km vor uns. Wir machen uns auf den Weg zum Amboseli-Nationalpark.
Ein Zebra schaut erstaunt, warum wir schon wieder fahren. Ich weiß es auch nicht. Es war wirklich schön hier.
Wir fahren nach Taveta an der Grenze zu Tansania. Die Straße ist gut und der Verkehr gering. So kann fahren in Kenia offensichtlich auch sein. Ich schaue auf meine Karte. Wo fahren wir dann weiter? Eine richtige Straße ist nicht eingezeichnet. Erst einmal bewundern wir den nahen Kilimandscharo.
Beim Stopp in einem dieser Kühlschrankmagnetparadiese kriecht eine kleine Schlange durchs Gelände. Auch wenn sie sehr klein, kann sie sehr unangenehm sein, wurde mir versichert.
Wir biegen auf eine Baustelle ab. Jetzt ist es nur noch eine Sandpiste. Das soll so eine ganze Weile gehen.
Was hier auf Mopeds transportiert wird, ist schon erstaunlich. Ich befürchte, in Europa würdest du damit nicht weit kommen.
Diese Gegend scheint irgendwie grüner. Oft sind Frauen am Wegesrand, welche vermutlich etwas ernten.
Viehherden werden die Straße lang getrieben.
Alles, was hier Räder hat, wird zum Transportieren genutzt. Egel, wie viel PS es hat.
Überall wird Ware feilgeboten. Ich hätte bei vielen Shops so meine Zweifel. Zum einen, was überhaupt angeboten wird und zum anderen die Qualität des Angebotenen betreffend.
In unserem Programm ist auch ein Besuch eines Massai Dorfes. Kaum treffen wir ein, kommen alle aus der Befriedung. Natürlich schön ausgeputzt.
Sie führen uns einen Tanz auf. So ganz klar wurde mir nicht erklärt, wozu dieser ursprünglich gedacht. Also eine gute Jagd oder so… Wie ich später erfuhr, kann es das nicht sein. Sie jagen keine Wildtiere und essen sie somit auch nicht. Sie befürchten, dass das Unheil über ihre domestizierten Tiere bringt.
Auch das Feuermachen, was ein jeder Mann können muss, wird uns gezeigt. Also ohne Kohlenanzünder und Feuerzeug.
Die Hütten sind schon sehr bescheiden. Ein trockenes Kuhleder als Matratze. Interessant finde ich, dass das Bauen Frauensache ist. Nicht dass ich das den Frauen generell nicht zutrauen würde, doch so ein Heim, finde ich, kann man auch zusammen bauen. Die ganze hier gelebte Familienkultur ist generell nicht so meins. Erst mal kann ein Mann hier mehrere Frauen haben. Ich denke, eine ist mehr als genug. Kommt die zweite Frau ins Spiel, hat die erste Frau erst einmal kein Mitspracherecht und muss auch noch ein Haus für diese bauen. Ja und dann das Herumschnippeln zwischen den Beinen der Frau – wer so was macht gehört ausgestoßen und bestraft. Ich vermute mal, dass Erotik hier nicht gelebt wird. 2 Sekunden zur Erhaltung der Art – basta.
Als die Besichtigung vorüber, werden alle der Gruppe geteilt und einzelnen Frauen mit ihren Verkaufsständen zugewiesen. Die Preisverhandlung sollte dann an einem anderen Ort mit den Männern geschehen. Das war nun gar nicht unser. Wollten die, dass wir nicht die Preisverhandlungen der anderen mitbekommen? Warum wird nicht direkt mit den Herstellerinnen verhandelt. Wir verwehren uns dem Ganzen und wollen nur noch weg. Uns erscheint das Ganze etwas merkwürdig. Leben die wirklich noch ihre Kultur oder was soll das?
Gegen 14:00 Uhr erreichen wir das Kilima Safari Camp, unser Quartier für die nächsten 2 Nächte.
Es gibt ein wenig Verwirrung um den folgenden Ablauf. Laut unserem Plan ist noch eine Pirschfahrt angesetzt. Doch bei dem lokalen Anbieter ist nur ein 24h Ticket für den Park bestellt. Unser Fahrer ist flexibel. Er bietet uns an, das Ticket umzubuchen auf heute Nachmittag und morgen mit einem Lunchpaket den ganzen Tag im Park zu sein.
Im Internet steht zu dem Park: Der im Süden Kenias gelegene Amboseli-Nationalpark ist ein bekanntes Wildtierschutzgebiet, das seine Besucher mit seiner atemberaubenden Artenvielfalt und den herrlichen Landschaften in seinen Bann zieht. Er beherbergt vier der „Big Five“, von Löwen bis hin zu anmutigen Zebras, und unzählige Vogelarten in seinen Sümpfen und Feuchtgebieten. Amboseli ist berühmt für seine außergewöhnlichen Möglichkeiten, den frei lebenden Mitgliedern der Big Five aus nächster Nähe zu begegnen. Der Park beherbergt eine große Anzahl afrikanischer Elefanten und bietet die perfekte Gelegenheit, auf einer Safari bis zu fünfzig Elefantenherden aus nächster Nähe zu beobachten, was ihn zu einem erstklassigen Ziel für Fotografen und Tierliebhaber macht. Sein einzigartiger Charme liegt in der authentischen und reichen Maasai-Kultur, die unvergessliche Safari-Erlebnisse in einer inspirierenden natürlichen Schönheit von Mutter Natur bietet und es zu einem Muss für jeden macht, der den Zauber der kenianischen Wildnis erleben möchte.
So starten wir unsere Tour in den Park. Immer am Horizont der Kilimandscharo.
Die Elefanten, welche hier wirklich zahlreich, lieben es in den feuchten Wiesen.
Schon sind die 2 Stunden vorbei. Wir fahren zu unserer Lodge. Morgen früh geht es weiter.
Kaum macht sich die Sonne auf den Weg, sind wir auch schon bereit. Lange dauert die Dämmerung hier eh nicht. Die Sonne steigt senkrecht auf, hängt den ganzen Tag über dir und Abends fällt sie einfach wieder runter. So ist das halt nahe am Äquator.
Unsere Lodge liegt nicht direkt im Park, sondern genau vor dem Gate. Während der Eintrittskontrolle kommen immer die Verkaufsdamen an und wollen dir etwas verkaufen. Da sie die touristischen Frauen immer mit Mama und die Männer mit Papa anreden haben wir entschieden sie genauso anzusprechen. Die Mamas verkaufen ihre selbstgemachten Schmuckstücke wirklich sehr billig. Manche wirken verzweifelt. So wird das manchmal ganz schön stressig.
Flamingos durchstreifen die flachen Tümpel.
Büffel weiden in den feuchten Wiesen.
Manch ein Vogel scheint sich mit seiner Mahlzeit etwas übernommen. Letztendlich bekommt er den Fisch hineingewürgt. Esskultur ist was anderes.
Eine Löwin such etwas Schutz vor der Sonne.
Kronenkraniche picken nach etwas Essbaren.
Wo es genügend Wasser gibt, gibt es auch Nilpferde. Meistens sieht man nur die Nasen und Augen aus dem Wasser schauen.
Warzenschweinfamilien begegnen uns oft.

























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