Hume Hwy 🇳🇿

Australien


Melbourne: Gestern Abend fragte GG wie weit es denn bis Sydney sei. Ich hatte so 500 und ein paar zerquetschte im Sinn. Komisch, antwortete sie, Google meint es seien 1000, über den linken Daumen gepeilt. So kann es kommen. Seltsamerweise ist mir unerklärlich, woher ich diese Angabe hatte. Mich dünkt auch Google benutzt zu haben. Was nur habe ich da eingegeben? Erschreckend wurde nun aus dem geplanten halben Tag im Auto, ein in Gänze verbrachter auf dem Highway.
Die morgendliche Tour durch ein paar weitere Museen von Melbourne fällt den vielen noch zu fahrenden Kilometern zum Opfer. Also was soll´s.
On the Road. Kaum 20km aus Melbourne wird aus dem geschäftigem Treiben und Gedränge ein einsames vor sich hin Fahren. So fahren wir mit wahnsinnigen 110km/h alleine die vierspurige Straße entlang. Tempomat rein und einfach die Spur halten.
Die Gegend ändert sich nicht wahnsinnig. Damit möchte ich nicht ausdrücken, dass die Gegend nicht eine gewisse Schönheit hat. Leicht wellige Hügel auf deren Weiden die domestizierten Tiere sich an dem Gras genüsslich tun. Vereinzelt schattenspendende Bäume und kleine Wasser gefüllte Senken. Schäfchenwolken ziehen übers Land. Für 1000km!

Albury markiert die Grenze zwischen Victoria und New South Wales. Gleichfalls unsere Grenze im Dauersitzen. Wir verlassen den Highway und fahren zum Noreuil Park. Das ist eine Fläche grün, die eingeschlossen ward von einem Mäander des Murray Rivers. Die Jugend des Städtchens macht es sich zur Freude, trotz vor klirrender Kälte und starker Strömung warnender Schilder, in den Fluss zu springen und bevor sie im fernen Ozean landen, eine Stelle zum Anlanden zu finden. Wir können nicht widerstehen. Der Fluss ist ars..hn kalt. Auf der Haut wie feine Nadelstiche. Nach diesen Tagen der Wärme bin ich nichts mehr gewohnt. Die Strömung an der inneren Seite der Biegung ist nicht gefährlich stark. GG möchte mehr. Wer jemals konnte ihr widersprechen. Wir lassen uns in die Strömung treiben und haben ganz schön zu tun, aus dieser zurück an Land zu kommen. Ich fühle mich wie neugeboren.

Ein kleiner Snack unter Riesenbäumen besetzet von vielen Vögeln.

Gundagai schmückt sich als Attraktion mit einem Hügel, von welchem man runter auf die kleine Stadt sehen kann.

So wird uns erzählet in der Tourist Info. Die Damen dort sind immer sehr froh, wenn einer kommt. Wir war’n ja nun schon zwei! Fast wie Rush Hour.

Interessanterweise gibt es aber auch noch eine alte hölzerne Eisenbahnbrücke und ein dazugehörigen außer Betrieb genommener Bahnhof. Als ich das sehe, weiß ich sofort, hier war ich schon mal. Ich suche ein Diner, in welchem ich damals aß. Es existiert noch, aber heut ist es ein Café.

In Berrima an der old Chaussee fangen wir an zu suchen nach einer Ruhestätte. Hier gibt es nichts Entsprechendes. Das ganze Dorf ist zum weihnachtlichen Singen auf dem Kirchenhügel. Sie sitzen da mit ihren mitgebrachten Speisen und werden animiert von einer Magd, die die hier üblichen Lieder anstimmt. »From Darwin to Tasmania, Jesus Christ was born« Sehr nett und alle kennen sich. Ich gehöre nicht dazu. So verkrümeln wir uns aus diesem lieblichen Ort.

In Picton fanden wir einen netten und billigen Campingplatz, welcher vornehmlich von Dauercampern bevölkert wurde, die wiederum nichts anderes tun als Nichts, so schien mir. In der Nacht bricht ein Gewitter herein.

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