Unserer heutiger Ausflug beginnt in Heidelberg im Arboretum.
Unser Auto stellen wir auf dem Gaisberg Parkplatz ab und wandern dann gemütlich bergauf. Es ist sehr warm, doch hier unter den Bäumen sehr angenehm. Die Mammutbäume sind schon arg groß und haben so eine weiche, warme Rinde. Wer sich im Tree hugging versuchen möchte, ist da genau richtig.
Was diese hier allerdings zu suchen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Wir steigen langsam ab Richtung Schlosshotel Molkenkur, wo wir für einen Kaffee einkehren. Immer wieder schöne Blumen am Wegesrand.
Von der Terrasse der Blick auf Heidelberg.
Gleich neben dem Schlosshotel ist der Umsteigebahnhof der Bergbahn. Eine Bahn fährt hinauf auf den Königstuhl, eine fährt hinunter in die Stadt. Wir kaufen ein Return Ticket in die Stadt, welches auch den Eintritt in das Schloss beinhaltet. 11€ sind schon angemessen. Man bekommt das Ticket gar nicht ohne Schlosseintritt. So sind wir halt gezwungen, am Schloss auszusteigen.
Der Südgarten des Schlosses ist noch ohne Ticket zu besichtigen.
Eine kleine historische Zusammenfassung: Das Schloss war ursprünglich als Burg konzeptioniert, und diente den Kurfürsten der Pfalz. Später wurde es als Schloss und Residenz umgebaut und wurde somit ein bedeutender Ort für das adlige Leben im Heiligen Römischen Reich. Der Erbfolgekrieg hinterließ seine Spuren. Mehrmals wurde es zerstört. Dann kamen auch noch die Franzosen um 1693 und sprengten die Befestigungsanlagen. Man begann das Schloss teilweise zu restaurieren, bis 1767 ein Blitz einschlug und wieder zerstörte. Der Kurfürst gab es nun endgültig auf und residierte in Mannheim.
Die Ruine thronte weiter über der Stadt und gab in der Romantik den Dichtern so einige Anreize, über die Vergänglichkeit nachzudenken.
Von hier hat man einen schönen Blick hinunter auf die Stadt. Nicht den einzigen, wie wir später feststellen.
Der Friedrichsbau. Hinein kommt man nur mit einer zusätzlichen Führung. Das wollen wir heute nicht machen.
Allenthalben besuchen wir das Apotheken-Museum. Etliche alte Einrichtungen sind hier aufgebaut. Irgendwie finde ich das viel schöner als die heutigen zeitlosen Funktionsausstattungen.
Weiter geht es Richtung Schlossgarten am Krautturm vorbei.
Der Garten ist hauptsächlich eine Wiese mit etlichen Bäumen darauf. Der Schatten dieser lädt heute viele an. Wir gehen bis zum Neptunbrunnen.
Zurück über die Bäderterrasse.
An der Station der Bergbahn angekommen, herrscht dort ein Heidenandrang. Das macht keinen Spaß. Wir fahren runter zum Karsplatz und entscheiden die Rückfahrt sausen zu lassen. Das heißt für mich – zu Fuß den Berg hinauf zum Auto.
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