Grotten und Touristen (41) 🇳🇨

Neukaledonien

Wir bestellen unseren Taxifahrer wieder zum Hotel Le Méridien. Zum Zeltplatz kommt er nicht wegen der Straße. Als er fragt wo wir hin wollen, fangen wir an zu überlegen, zu welche der beiden Grotten wir wollen. Er unterbricht und sagt er fahre keine Touristen. Wir entscheiden uns für die zweite Grotte auf dem Weg, da wir ihn nicht verärgern wollen mit unserer Unentschlossenheit. Ein paar Kilometer weiter steht eine Kanak am Straßenrand und bittet um Mitfahrt. Er stoppt und lässt sie einsteigen. An der Route Principale verkündet er, uns nun doch zu der ersten Grotte zu bringen. Ich vermute die zugestiegene Dame muss in die andere Richtung.

Grottes d‘Oumagne

Hier ruht der Bär. Ein kleines Tor bittet um Bezahlung, bevor es wird geöffnet. Kein kleines Döschen, wo wir könnten versenken unseren Obolus.

So gehen wir erst mal in die Grotte. Dicke Tropfsteine hängen von der Decke. Tief ist sie nicht, aber dunkel.

Am hinteren Ende ist die Decke eingestürzt und ein Baum lässt seine Wurzeln herab. Wir hören Lärm vom Eingang.

Gerade ist ein Bus mit australischen Touristen angekommen. Diese werden nun durch die Grotte gejagt und trampeln überall herum. Wir brechen ab. Am Eingang ist nun eine Frau, in dessen Besitz dieses Stückchen Land ist. Wir bezahlen und unterhalten uns ein wenig, bis unser Taxi erscheint.
Weiter geht es übers Land zur Grotte de Troisème. Wir werden an der Straße rausgeworfen. Ein Fußmarsch folgt. Nun noch einen dünnen Weg ins Unterholz und wir sind da. Unscheinbar dieses kleine zugewachsene Loch.

Wir steigen ein und sehen viele verzweigte Gänge im Fels, geschmückt mit Stalaktiten. Unten ist sie gefüllt mit Wasser. Auch ein Fisch zeigt sich.
Da wir für jede noch so kurze Fahrt den gleichen Betrag bei dem Taxifahrer bezahlen müssen, wollen wir versuchen zu trampen. Dafür geben wir uns eine viertel Stunde. Sollte es bis dahin nicht klappen, rufen wir das Taxi. Weit ist der Weg nicht, aber heiß ist die Straße und schwül die Luft. Wir halten den Daumen raus und der erste Wagen, der keine Touristen kutschiert, hält an. Vier Leute auf den Rücksitz eines kleinen Citroen zu bekommen, ist keine leichte Aufgabe. Aber besser schlecht gefahren als gut gelaufen. 5Minuten später lässt er uns an der Baie de la rouleax heraus.

Ein wunderschöner langer Sandstrand. Ein Kreuzfahrtschiff liegt in der Bucht. Mehr Menschen habe ich an keinem Strand gesehen bisher.
Wir folgen dem Küstenverlauf zur Baie de Kanuméra. Hier nun ist die Hölle los. Mit Neukaledonien hat das nichts mehr zu tun. Alle Passagiere tummeln sich hier.

Sicher ist die Bucht wunderschön. Wie lange wird sie es bleiben? Ein paar Grille sind aufgebaut und verkaufen Langusten zuhauf. Alle hier Anwesenden werden sicher voll verpflegt auf dem Schiff. So essen sie hier die Teile einfach nur mal so. In ihren Heimatländern bekommen sie es sicher nicht so frisch und zu den Preisen. Dafür aber hier alle auszurotten? Nun ruft unser Taxifahrer an um zu fragen, wo wir sind und ob alles in Ordnung ist. Er wolle zur Mittagspause, könne uns aber doch nicht da zurücklassen. Sonst redet er echt nicht viel und macht die ganze Zeit ein grimmiges Gesicht. Scheint aber doch sehr in Ordnung zu sein.
Wir schnorcheln einmal um den Felsen. Die Korallen sind toll. Die meisten welche in Fußreichweite sind, sind schon kaputt. Mir tut es in der Seele weh und ich breche meinen Schnorchelausflug ab.

Wir gehen zur Alimentation, welche ungehörige Preise verlangt, und rufen das Taxi. Leider ist er gerade beim Essen und so könne es mindestens eine halbe Stunde dauern. Wir wollen nicht drängeln und warten. Auf der Rückfahrt nach Kuô Ngé Âa Ké erklärt er uns, wir er denn wissen solle, das wir keine Touristen seien. Offensichtlich sind wir nun keine mehr und so bestellen wir ihn für den nächsten Morgen.

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