Florianopolis 🇧🇷

Brasilien [Santa Catarina]

Florianoppolis Lagoa da Conceição

10 Bordkarten

Joe: GG braucht mal 9 Stunden Schlaf. Ich kann nicht sagen, ob sie diese bekam. Wir sind frühstücken im Lokal nebenan. Irgend so ein Gebäck mit Käse und ein Tost mit Schinken und Käse. Ja ich habe schon besser gefrühstückt, aber es war OK. Zurück zum Hotel und rein ins Auto unserer brasilianischen Freundin. Erst einmal schauten wir uns die nördlichen Strände an. Na ja die Sonne schien nicht wirklich und so hatten wir auch keinen Grund ins Wasser zu gehen. An dem zweiten Strand waren aber so schöne Wellen… Irgendwie juckte es mich. An diesem weißen Sandstrand standen Stöckchen mit roten Fahnen an der Wasserkante. Was soll das denn? Egal. Ich also Klamotten runter und rein. Ich konnte kaum stehen, als ich drei Meter drin war. Eine sehr starke Strömung war seitwärts aus der Bucht heraus ins offene Meer. Also ganz so bedenkenlos ist das schon mal nicht zu genießen. Das Wasser war trotzdem toll und ich planschte ein wenig herum. Als ich wieder am Strande war, wurde mir mitgeteilt, dass die Fähnchen bedeuten, dass baden zu gefährlich sei. Das konnte ich nur bestätigen.

Eigentlich wollten wir jetzt ein wenig über die Insel wandern. Das Wort eigentlich unterstellt wohl für die meisten , dass wir es letztendlich nicht taten. Der Wille war da. Echt! Das Wetter wiederum nicht. Wir machten uns auf den Weg nach Lagoa da Conceição. Das liegt an einer Lagune, in deren Mitte eine Art Damm ist, wodurch sich erheblich abkürzen lässt, das andere Ufer zu erreichen. Praktischerweise ist genau an dieser Stelle der größte Buddelkasten der Insel. Viel weißer Sand hügelig aufgetürmt, soweit das Auge reicht mit kleinen Senken, die durch den Regen mit Wasser gefüllt waren. Die Bevölkerung nutzte diese Gegend zur mannigfaltigen Belustigung, die hauptsächlich darin bestand, sich auf ein Sandboard zu stellen und die Hügel hinab zu gleiten. Es macht sicherlich Spaß, aber die Haltungsnoten lassen doch zu wünschen übrig. Erstaunlicherweise gab es auch noch andere Lebensformen in dieser Gegend. Am schönsten waren die vereinzelt im Sand stehenden lila blühenden Büsche.

Florianoppolis Lagoa da Conceição
Florianoppolis Lagoa da Conceição

Es gab jemanden in unserer Gruppe, der nun ein wenig die Lust verspürte, Nahrung zu sich zu nehmen. Wir machten uns auf in ein Restaurant. Dieses soll schön an der Lagune gelegen sein. Wir fuhren durch den Ort am See entlang, bis es nicht mehr weiter ging. Von hier aus kommt man nur noch mit dem Boot weiter. Kaum hatten wir das Auto geparkt, fuhr das Boot ab, natürlich waren wir noch nicht an Bord. Der Hunger wurde größer. Als wir dann eruierten, dass die Bootsfahrt ca 20min dauert und die Essenszubereitung nochmals so viel, war die Freude über die Aussicht und den leichten Regen etwas vergangen. Das nächste Boot sollte sowieso erst in 30min kommen. Addiert man dieses nun zusammen wird selbst dem mit rudimentären Mathekenntnissen klar, dass Nahrung nicht vor einer Stunde zu erwarten ist. Wir sind in eine kleine Bar um den Hunger mit einem Bier zu stillen. Eine Bar ist etwas übertrieben. Eine kleine 4qm große Holzhütte gefüllt mit einem Tresen und einem Tisch. Hört sich nicht sonderlich groß an, aber es bietet Platz für die komplette männliche Bevölkerungsgruppe, welche auch vertreten war. Kaum hatte der Kellner die Flasche Bier geöffnet kam ein Boot und wir rannten raus (unserer brasilianischen Freundin hinterher). Er blieb mit fragenden Blick wie auch mit der Flasche zurück. Kaum waren wir auf dem Steg fuhr das Boot wieder ab. Lautes Rufen war vergeblich. Die Laune sank. Zur Beruhigung wurde uns erklärt, dass des Bootes Höchstanzahl an Passagieren schon erreicht war und uns somit nicht die Teilnahme an der Fahrt gewährt werden konnte.
Wir also zurück, um dem Kellner die schon geöffnete Flasche abzunehmen. Bei dem nächsten Boot dasselbe. Immerhin stand ich schon mit einem Bein an Deck. Ich sah unsere Felle davon schwimmen, obwohl ich dazu gar keine Lust hatte, meinen Körper samt diesen in die Lagune zu bringen. Das nächste Boot wird unser sein, komme was da wolle. Gesagt, getan.
Das Restaurant war wirklich nett. Man saß eher wie in einem privaten Garten unter Bäumen am Ufer.

Florianoppolis Costa da Lagoa
Florianoppolis Costa da Lagoa

Der Regen wollte nicht aufhören und so drängte uns nichts. Uns wurde angeboten den Rückweg mit einem privaten Boot zu machen. Wir hätten nur ein wenig zu warten, bis der Kapitän komme. Ich war mir nicht so ganz sicher, wie diese Zeitangabe in Brasilien auszulegen sei. Wir stimmten zu. Auf dieser Fahrt konnten alle mal Kapitän spielen. Ehrlich gesagt, hielt der eigentliche Kapitän diese gegebene Freiheit in engen Grenzen, so dass es eher danach aussah den Ruderknecht zu spielen. Ich entschied mich schweren Herzens, dieser Versuchung zu widerstehen.

Florianoppolis Costa da Lagoa

Am Ausgangspunkt angekommen, machten wir uns auf den 40min Weg zurück zum Hotel mit der Idee, abends wieder hier zu sein. Gesagt, getan. Im Hotel ein paar Umbuchungen machen und dann wieder ins Auto. Wir wollten zu brasilianischem Rock. Absolute Leere im Lokal. Es macht erst um 22 Uhr auf. Ok wir holen uns was zu Essen. Da war ein Dach mit limitierter Anzahl von zusammengesammelten Tischen und live Musik. Drum herum ein paar Imbissstände. Erinnerte mich irgendwie an Austin TX. War echt nett. Die eigentliche Attraktion – oder das worüber wir eingehend sprachen, war die Kleidung einer Brasilianerin. Der Ausschnitt ging bis zum Bauchnabel und die Transparenz des den Körper bedeckenden Teils war so hoch, dass es keinen Unterschied gemacht hätte, es auszuziehen. Bei den Brasilianern ist die Körbchengröße A nichts. Unsere Freundin: “Also sie hat nichts zu zeigen warum trägt sie dann so was. Geht gar nicht. Das Gesicht gibt auch nicht viel her und schon gar nicht ihr Hinterteil.” Wir brauchten eine Weile, das zu diskutieren, was allerdings nichts an der Einstellung änderte.

Wir gehen zu dem Rocklokal. Drei Leute inside. Das Konzert fängt frühestens 00:30 an. Geht gar nicht, wir müssen um 06:00 Uhr raus. So sind wir ein wenig rumgezogen, um Hippies und andere Sänger zu belauschen, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

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